Programme

Programme

Die Arbeit von FINOMAD gliedert sich in vier Programme, die jeweils unmittelbar an die Satzungszwecke der Stiftung anknüpfen, sowie in die Projekte, die sie in die Praxis umsetzen.

Beckn-Protokoll

FINOMAD fördert Anwendung, Nutzung, Schulung und Weiterentwicklung des Beckn-Protokolls für Mobilitätszwecke.

Beckn ist ein offenes Protokoll zum Aufbau dezentraler Netzwerke, in denen Anbieter und nutzerseitige Anwendungen einander finden und miteinander abschließen können, ohne dass eine einzelne Plattform dazwischensteht. Auf Mobilität angewandt heißt das: Die App einer reisenden Person kann viele Anbieter erreichen, und ein Anbieter kann von vielen Apps erreicht werden, ohne dass eine Seite die Kontrolle an einen Vermittler abgibt.

Diese Eigenschaft ist für eine gemeinnützige Stiftung wesentlich. Offene Protokolle halten die Netzwerkebene neutral: Die Teilnahme hängt nicht von kommerziellen Bedingungen einer marktbeherrschenden Plattform ab, und Behörden behalten die Möglichkeit, die Funktionsweise des Ökosystems in ihrem Gebiet zu überblicken und mitzugestalten.

Die Rolle von FINOMAD ist praktisch, nicht proprietär — Förderung der Verbreitung, Schulung und Wissensaustausch sowie Beiträge zur Weiterentwicklung des Protokolls für Mobilität im weitesten Sinne. Dieses Programm setzt Satzungszweck (i) um.

Öffentliche Mobilität

Ride-Hailing, öffentlichen Verkehr, geteilte Fahrräder und Autos, Fahrtenteilen und Parken zu nahtlosen, am Reisenden orientierten Wegen verbinden.

Ein Weg nutzt selten nur ein Verkehrsmittel. Öffentliche Mobilität ist FINOMADs Begriff für integrierte Mobilitätsdienste, die den gesamten Weg als Gestaltungseinheit begreifen — Planen, Buchen und Bezahlen über Verkehrsmittel hinweg — mit dem Reisenden und nicht einem einzelnen Anbieter im Mittelpunkt.

FINOMAD trägt dazu bei, indem sie die in ihrer Satzung genannten innovativen Verkehrskonzepte unterstützt, entwickelt und zu stimmigen Wegen verwebt, und indem sie die verbindende Ebene offen hält, damit kein einzelner Anbieter den Zugang dazu kontrolliert.

Die Satzung der Stiftung bezeichnet diese Dienste als „Öffentliche Mobilität“ oder „Mobility as a Service (MaaS)“. FINOMAD verwendet Öffentliche Mobilität als bevorzugten Begriff; der Satzungswortlaut wird dort wortgetreu wiedergegeben, wo die rechtliche Genauigkeit es verlangt.

Offene Standards & digitale Infrastruktur

Sichere Online-Umgebungen, Blaupausen und Open-Source-Arbeit, bereitgestellt für Gemeinschaften, Behörden und Organisationen.

FINOMAD entwickelt digitale Infrastruktur, die es Gemeinschaften, Behörden, Institutionen und Organisationen ermöglicht, an gemeinsamen Mobilitätsökosystemen teilzuhaben, statt eigene Insellösungen zu bauen. In der Satzung der Stiftung nimmt das drei konkrete Formen an: Aufbau und Bereitstellung sicherer Online-Umgebungen für Administratoren, Anbieter und Nutzer von Mobilitätsdiensten; Weitergabe des Wissens und der Expertise der Stiftung zur eingesetzten Technologie; und Bereitstellung von Blaupausen, damit andere nachbauen können, was sich bewährt.

Die Stiftung ermöglicht Behörden, Institutionen und großen Gemeinschaften zudem den Zugang zu mobilitätsbezogenen Daten und Statistiken sowie deren Analyse, stets unter Beachtung der geltenden Gesetze und Vorschriften, damit Strategie, Politik und Tagesgeschäft auf Fakten statt auf Annahmen beruhen.

Durchgängig gilt dabei die Festlegung auf Open-Source-Software, offene Standards und offene Netzwerke — die Bedingung dafür, dass Mobilitätsökosysteme transparent, interoperabel und breit zugänglich bleiben.

Barrierefreiheit & Sozialtransport

Lösungen für junge Menschen, ältere Menschen und Anspruchsberechtigte des Sozialtransports nach der WMO und entsprechenden Regelungen.

Satzungszweck (a) benennt gerade jene Gruppen, für die Mobilität am häufigsten zuletzt geplant wird: junge Menschen, ältere Menschen und Personen mit Anspruch auf Sozialtransport im Rahmen von Regelungen wie dem niederländischen Gesetz über gesellschaftliche Unterstützung (WMO) und seinen Entsprechungen andernorts. Dieses Programm besteht, damit diese Bedürfnisse die Systeme von Anfang an prägen, statt nachträglich ergänzt zu werden.

In der Praxis heißt das, Anspruchsberechtigung, Begleitbedarf und die Verfügbarkeit barrierefreier Fahrzeuge als vollwertige Eigenschaften eines integrierten Weges zu behandeln — als Information, auf die sich Reisende vor Fahrtantritt verlassen können, und nicht als Telefonat im Nachhinein.

Es heißt auch, dass die von FINOMAD geförderten offenen Standards und Infrastrukturen diese Information zwischen Anbietern und Behörden transportieren können müssen. Deshalb ist dieses Programm von den anderen drei nicht zu trennen.

Laufende Projekte

Initiativen, die unter der Mission von FINOMAD arbeiten.

  • 9292 Rides

    Eine Initiative unter der Mission von FINOMAD, die Fahrdienste in den integrierten Weg einbindet. 9292 Rides wird auf der eigenen Website vorgestellt.

    Eigene Website in Vorbereitung — Link folgt

Handelsnamen und Marken mit eigener Website werden hier als Beispielinitiative unter der Mission von FINOMAD genannt, mit Verlinkung auf deren eigene Website, statt hier ausführlich dargestellt zu werden.